Handyrechnung · Österreich
Online Casino mit Handyrechnung: die Einzahlung in Österreich genau erklärt
Bei der Zahlung per Handyrechnung bucht Ihr Netzbetreiber den Einzahlungsbetrag auf die nächste Mobilfunkrechnung oder zieht ihn vom Guthaben Ihrer Wertkarte ab. Sie geben keine Kartennummer und keine Kontodaten ein, nur Ihre Handynummer und einen Bestätigungscode. Dazwischen steht ein Zahlungsdienstleister, der mit den Netzbetreibern direkt abrechnet.
Diese Seite erklärt den Ablauf von der Kasse bis zur Rechnung: welche Schritte nötig sind, welche Limits gelten und warum eine Zahlung abgelehnt werden kann. Sie zeigt auch, auf welchem Weg Gewinne zurückkommen, denn auf die Telefonrechnung wird nichts gutgeschrieben. Jede Zahl stammt aus einer genannten Quelle, die Liste der Quellen steht am Ende der Seite.
Casinos mit Handyrechnung für Spieler aus Österreich
In unserer Liste stehen Online Casinos, deren Kasse die Einzahlung über die Mobilfunkrechnung anbietet und die Spieler aus Österreich registrieren. Jede Karte nennt die Behörde, die die Lizenz des Betreibers ausgestellt hat. Eine österreichische Lizenz hat keiner dieser Anbieter: Online-Glücksspiel darf in Österreich nur die Österreichische Lotterien GmbH auf win2day.at veranstalten.
Die Reihenfolge ergibt sich aus den Prüfpunkten im Abschnitt zu unseren Kriterien weiter unten. Eine hohe Position bekommt, wer die Handyzahlung sichtbar in der Kasse führt, eine zweite Methode für Auszahlungen anbietet und die Zahlungsbedingungen verständlich offenlegt. Die Höhe eines Bonus spielt für die Reihenfolge keine Rolle.
- Payforit
So funktioniert das Bezahlen über die Mobilfunkrechnung
Fachleute nennen das Verfahren Carrier Billing oder Direct Carrier Billing. Das Casino schickt die Zahlung nicht an eine Bank, sondern an einen Zahlungsdienstleister. Dieser rechnet direkt mit dem Netzbetreiber ab, und der Netzbetreiber holt sich den Betrag über Ihre Rechnung oder Ihr Guthaben zurück.
Ein bekannter Anbieter dieses Dienstes ist DIMOCO. Das Unternehmen ist ein Zahlungsinstitut mit Lizenz der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA und steht unter deren Aufsicht. Laut eigener Darstellung arbeitet DIMOCO mit direkten Verträgen mit den Mobilfunkbetreibern und bietet Direct Carrier Billing für lizenzierte Wett- und Casinoanbieter in Europa an.
Bei Magenta heißt der Dienst „Mobile Payment“. Die Nutzungsbedingungen von T-Mobile Austria beschreiben ihn als Bezahlen digitaler Inhalte Dritter, abgerechnet über die Mobilfunkrechnung oder über das Guthaben der Wertkarte. Sie gelten auch für die Marken Hi!Magenta und S-Budget Mobile. Für die Teilnahme an Glücksspiel und Wetten über Drittanbieter schreiben sie ein Mindestalter von 18 Jahren und ausschließlich privaten Gebrauch vor.
| Merkmal | Stand laut Quelle |
|---|---|
| Wer abrechnet | Netzbetreiber, über einen Zahlungsdienstleister |
| Vertrag oder Wertkarte | beides möglich (Magenta Mobile Payment) |
| Altersgrenze für Glücksspiel | 18 Jahre (Magenta-Bedingungen) |
| Aufsicht über DIMOCO | österreichische FMA |
| Auszahlung auf die Rechnung | nicht vorgesehen |
Für A1 und Drei waren die Seiten zur Zahlung per Handyrechnung beim Abruf nicht erreichbar. Deren Bedingungen geben wir deshalb nicht wieder und nennen für diese Netze keine eigenen Zahlen.
Vertrag oder Wertkarte: die Unterschiede
Die Magenta-Bedingungen lassen beide Tarifarten zu, doch die Zahlung verhält sich jeweils anders. Beim Vertrag sammelt der Netzbetreiber alle Beträge und bucht sie mit der nächsten Rechnung ab. Bei der Wertkarte zieht er den Betrag sofort vom vorhandenen Guthaben ab.
| Frage | Vertrag | Wertkarte |
|---|---|---|
| Wann wird bezahlt? | mit der nächsten Mobilfunkrechnung | sofort vom Guthaben |
| Was begrenzt den Betrag? | Limit von Netz und Zahlungsdienst | Limit und vorhandenes Guthaben |
| Wo sehen Sie die Zahlung? | als Drittanbieterposition auf der Rechnung | im Guthabenverlauf |
Für die Ausgabenkontrolle hat die Wertkarte einen klaren Vorteil: Mehr als das aufgeladene Guthaben lässt sich nicht ausgeben. Beim Vertrag summieren sich Einzahlungen bis zum Rechnungstag, ohne dass Geld vom Konto abgeht. Wer mehrere Einzahlungen im Monat macht, sollte die Summe deshalb selbst notieren.
Wer die Handyzahlung nutzen kann
Vor der ersten Einzahlung sollten fünf Bedingungen erfüllt sein. Fehlt eine davon, bricht die Zahlung ab oder die Methode erscheint gar nicht.
- Sie sind mindestens 18 Jahre alt, so verlangen es die Mobile-Payment-Bedingungen bei Glücksspiel.
- Ihr Anschluss hat keinen Jugendtarif mit gesperrten Zahlungsfunktionen.
- Die Sperre für Drittanbieterdienste ist nicht gesetzt.
- Ihr Netz ist beim Zahlungsdienstleister des Casinos angebunden.
- Das Casino nimmt Spieler aus Österreich an und zeigt die Methode in der Kasse.
Die letzten beiden Punkte können Sie nur in der Kasse selbst prüfen. Ein kurzer Blick vor der Registrierung spart einen Umweg über den Kundendienst.
Einzahlung in sechs Schritten
Der Ablauf ist bei den meisten Casinos gleich, nur die Beschriftung der Felder unterscheidet sich. Halten Sie Ihr Handy bereit, denn die Bestätigung kommt dorthin.
- Melden Sie sich im Casinokonto an und öffnen Sie die Kasse über „Einzahlung“.
- Wählen Sie die Methode, die als Handyrechnung, Mobile Payment oder Carrier Billing beschriftet ist.
- Geben Sie den Betrag ein und achten Sie auf den Mindest- und Höchstbetrag, den die Kasse anzeigt.
- Tragen Sie Ihre Handynummer ein, meist im Format mit +43.
- Bestätigen Sie die Zahlung mit dem Code, den Sie per SMS erhalten, oder im Fenster Ihres Netzbetreibers.
- Prüfen Sie den Kontostand im Casino und heben Sie die Bestätigungs-SMS auf.
Die Bestätigung geht schnell: DIMOCO gibt für eine Carrier-Billing-Einzahlung auf seiner Plattform eine durchschnittliche Dauer von unter sieben Sekunden an. Erscheint das Geld nicht, liegt das selten an der Technik und häufiger an einer Sperre oder einem Limit. Beides behandelt der Abschnitt zu abgelehnten Zahlungen.
Vor der ersten Einzahlung lohnt ein Blick in die Bonusbedingungen. Prüfen Sie dort, ob der Willkommensbonus für alle Zahlungswege gilt oder einzelne Methoden ausschließt. Ein Bonus mit Umsatzbedingung bindet außerdem das Guthaben, bis die Bedingung erfüllt ist.
Aus Sicht des Datenschutzes ist die Handyzahlung sparsam. Das Casino erfährt Ihre Handynummer, aber weder Kartennummer noch IBAN. Für die spätere Auszahlung müssen Sie trotzdem Bankdaten hinterlegen, denn ohne zweite Methode bleibt ein Gewinn im Spielerkonto liegen. Wer nur einzahlen und nie auszahlen will, sollte sich fragen, ob ein Echtgeldkonto überhaupt nötig ist.
Gebühren, Dauer und Mindestbetrag
Die wichtigste Grenze bei der Handyzahlung ist das Limit. DIMOCO schreibt, dass bei Carrier Billing in der Regel ein allgemeines Limit von 50 € pro Transaktion und 300 € pro Monat und Nutzer gilt. Gleichzeitig betont der Anbieter, dass die Grenzen je Markt und Netzbetreiber variieren und mit jedem Händler pro Markt festgelegt werden.
Magenta nennt in den Nutzungsbedingungen keine Zahlen. Dort steht nur, dass seit Jänner 2018 Höchstbeträge pro Transaktion und je Monat bestehen können, Details gibt die Service Hotline. Eigene Zahlen von A1 und Drei konnten wir nicht belegen.
| Grenze | Wert | Herkunft |
|---|---|---|
| pro Einzahlung | 50 € | laut DIMOCO, typischer Wert |
| pro Monat | 300 € | laut DIMOCO, typischer Wert |
| Netzbetreiber Magenta | keine Zahl veröffentlicht | Nutzungsbedingungen Mobile Payment |
| Mindestbetrag | legt das Casino fest | Anzeige in der Kasse |
Zur Dauer und zu den Kosten gibt es weniger feste Angaben, als viele Vergleichsseiten vermuten lassen. Eine Gebühr des Netzbetreibers für die einzelne Zahlung ist in unseren Quellen nicht belegt. Ob Ihr Tarif ein Entgelt vorsieht, steht in dessen Entgeltbestimmungen. Ob das Casino selbst eine Gebühr verrechnet, zeigt die Kasse vor der Bestätigung.
| Punkt | Was gilt |
|---|---|
| Dauer der Einzahlung | im Schnitt unter 7 Sekunden laut DIMOCO |
| Belastung | nächste Mobilfunkrechnung oder sofort vom Wertkartenguthaben |
| Gebühr des Netzbetreibers | in unseren Quellen nicht belegt, Tarif prüfen |
| Gebühr des Casinos | steht in der Kasse vor der Bestätigung |
Mit 300 € im Monat ist die Handyzahlung für größere Beträge ungeeignet, wenn dieser typische Wert bei Ihrem Netz gilt. Für Spieler, die ihre Ausgaben bewusst klein halten wollen, ist genau diese Grenze ein Vorteil.
Wenn der Netzbetreiber die Zahlung ablehnt
Eine abgelehnte Zahlung hat meist eine von vier Ursachen. Die erste ist eine Sperre für Drittanbieterdienste. Magenta erlaubt es, solche Dienste im Selfcare-Portal oder über die Service Hotline sperren zu lassen. Ist die Sperre aktiv, geht keine Zahlung an ein Casino durch.
Die zweite Ursache ist ein Tarif für Jugendliche. Magenta bietet Nutzern unter 18 Jahren spezielle Tarife an, bei denen die Zahlungsfunktionen von vornherein gesperrt sind. Die dritte ist ein erreichtes Monatslimit, die vierte bei Wertkarten fehlendes Guthaben.
| Meldung oder Symptom | Wahrscheinliche Ursache |
|---|---|
| Zahlung sofort abgelehnt | Drittanbietersperre aktiv |
| Methode fehlt in der Kasse | Netz oder Land vom Casino nicht freigeschaltet |
| Abbruch nach dem SMS-Code | Monatslimit erreicht |
| Fehler nur bei Wertkarte | Guthaben reicht nicht |
Dass die Methode in der Kasse fehlt, hat einen technischen Grund. DIMOCO veröffentlicht keine Liste der Länder und Netze, sondern verweist auf den Vertrieb: Die Abdeckung hängt vom Markt und vom Netzbetreiber ab. Ein Casino kann die Handyzahlung also für ein Netz anbieten und für ein anderes nicht.
Auszahlung: Gewinne kommen nicht auf die Telefonrechnung
Über die Handyrechnung fließt Geld nur in eine Richtung. Die Magenta-Bedingungen regeln Zahlungsvorgänge für den Erwerb digitaler Inhalte, eine Gutschrift auf die Rechnung kennen sie nicht. Wer gewinnt, braucht deshalb im Casino eine zweite Zahlungsmethode für die Auszahlung.
Der übliche Weg ist die Banküberweisung auf ein Konto, das auf Ihren Namen läuft. So läuft die erste Auszahlung in der Regel ab:
- Hinterlegen Sie im Profil eine IBAN, die auf Ihren Namen lautet.
- Laden Sie Ausweis und Adressnachweis hoch, sobald das Casino danach fragt.
- Prüfen Sie, ob ein aktiver Bonus das Guthaben noch bindet.
- Wählen Sie in der Kasse „Auszahlung“, die Methode und den Betrag.
- Warten Sie die Freigabe durch das Casino ab, erst danach startet die Überweisung.
Die Dauer hängt weniger von der Bank ab als von der Prüfung im Casino. Reichen Sie die Unterlagen früh ein, dann verzögert diese Prüfung die erste Auszahlung nicht.
| Auszahlungsweg | Worauf Sie achten |
|---|---|
| Banküberweisung | Konto auf Ihren Namen, IBAN im Profil hinterlegen |
| Trustly (Bankzahlung) | laut Trustly in den meisten Ländern innerhalb von 72 Stunden |
| AstroPay | Rücktausch nur in Euro per Überweisung auf ein eigenes Konto |
| paysafecard Konto | Auszahlungslimit im Standard-Konto 250 € pro Monat |
Ob ein Casino eine dieser Methoden für Auszahlungen anbietet, steht in seinen Zahlungsbedingungen. Prüfen Sie das vor der Registrierung, nicht erst nach dem ersten Gewinn.
Alternativen: eps, paysafecard und Trustly
Wer höhere Beträge einzahlen oder über denselben Weg auszahlen möchte, greift zu einer anderen Methode. Für Österreich sind vor allem eps, paysafecard und Bankzahlungen über Trustly relevant.
eps ist das Online-Bezahlverfahren der österreichischen Banken und wird von der PSA Payment Services Austria GmbH betrieben. Laut Betreiber fallen für Zahler weder eine Registrierung noch zusätzliche Kosten an, der Händler erhält die Bestätigung in Echtzeit. Voraussetzung ist ein Konto bei einer österreichischen Bank.
paysafecard funktioniert wie die Handyrechnung ohne Bankdaten, nur mit einem 16-stelligen Code. Pro Zahlung mit Codes sind höchstens 50 € möglich. Nach dem ersten Monat zieht paysafecard eine monatliche Bereitstellungsgebühr von 3,30 € vom Restguthaben eines Codes ab.
| Methode | Einzahlung | Auszahlung |
|---|---|---|
| Handyrechnung | laut DIMOCO typisch 50 € pro Zahlung | nicht möglich |
| eps | ohne Zusatzkosten laut Betreiber | per Banküberweisung auf Ihr Konto |
| paysafecard | höchstens 50 € pro Zahlung mit Code | nur mit paysafecard Konto |
| Trustly | keine Servicegebühr laut Trustly | in den meisten Ländern bis 72 Stunden |
Trustly ist ein schwedisches Zahlungsinstitut unter Aufsicht der Finansinspektionen und darf seine Dienste auch in Österreich erbringen. Ein eigenes Trustly-Konto brauchen Sie nicht. Eine Sperrfunktion für Glücksspielzahlungen bietet Trustly nur in Finnland an, in Österreich nicht.
AstroPay ist eine digitale Geldbörse, die im EWR von der dänischen Larstal Denmark ApS als E-Geld-Institut unter Aufsicht der Finanstilsynet betrieben wird. Laut AGB dauert die Ausführung einer Transaktion höchstens 48 Stunden. Guthaben lässt sich nur in Euro per Überweisung auf ein eigenes Konto zurücktauschen, und eigene Ausgabenlimits kann man in der App nicht setzen.
Vor- und Nachteile
Die Handyzahlung ist bequem und begrenzt, und genau daraus ergeben sich ihre Stärken und Schwächen. Die Tabelle stellt sie gegenüber.
| Vorteil | Nachteil |
|---|---|
| keine Karten- oder Kontodaten im Casino | keine Auszahlung auf diesem Weg |
| Bestätigung laut DIMOCO in Sekunden | typisches Limit laut DIMOCO 300 € im Monat |
| Wertkarte bei Magenta möglich | Methode fehlt bei vielen Netzen und Casinos |
| feste Obergrenze bremst Ausgaben | Betrag wird oft erst mit der Rechnung fällig |
Der letzte Punkt verdient Aufmerksamkeit. Bei Vertragskunden wird der Betrag erst mit der nächsten Rechnung abgebucht. Wer den Überblick verliert, sieht die Summe aller Einzahlungen erst Wochen später.
Was das Glücksspielgesetz dazu sagt
Glücksspiel ist in Österreich ein Monopol des Bundes. Online Casinos gelten als elektronische Lotterien, und die einzige Konzession dafür hält die Österreichische Lotterien GmbH mit win2day.at. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen EU-Staat berechtigt laut Finanzministerium nicht dazu, Glücksspiel in Österreich anzubieten.
Die Handyrechnung steht bei win2day nicht zur Auswahl. Dort zahlen Spieler per Kreditkarte, EPS, PayPal, Paysafecard, Google Pay, Apple Pay oder EuroBon ein. Jedes Online Casino mit Handyzahlung arbeitet also mit einer ausländischen Lizenz.
| Regel | Inhalt |
|---|---|
| § 3 GSpG | Glücksspielmonopol des Bundes |
| § 12a GSpG | Online-Glücksspiel zählt als elektronische Lotterie |
| § 52 Abs. 5 GSpG | Teilnahme an nicht konzessionierten elektronischen Lotterien aus dem Inland: bis 7.500 € bei Vorsatz, sonst bis 1.500 € |
| OGH 1 Ob 182/22d | Spielverträge ohne Konzession nichtig, Einsätze rückforderbar |
Auch Zahlungen über das Telefon zählen rechtlich als Einsatz. Das Finanzministerium hält fest, dass als Einsatz nicht nur Bargeld gilt, sondern auch die entgeltliche Teilnahme über Mehrwertnummern oder Mehrwert-SMS. Die Handyrechnung ändert an der Einordnung des Spiels also nichts.
Ein Detail aus dem Zahlungsrecht erklärt die niedrigen Limits. § 3 Abs. 3 Z 12 ZaDiG 2018 nimmt Zahlungen über Netzbetreiber von der Lizenzpflicht aus, wenn sie digitale Inhalte, Sprachdienste, Spenden oder Tickets betreffen. Die Grenze liegt bei 50 € pro Zahlung und 300 € im Monat je Teilnehmer. Glücksspiel nennt die Ausnahme nicht, und die Werte decken sich mit dem typischen Limit, das DIMOCO angibt.
Eine Änderung zeichnet sich ab. Die Regierungsvorlage 594 d.B. zur Novelle des Glücksspielgesetzes liegt im Finanzausschuss. Sie sieht ein Sperrregister, Netzsperren und ein Verbot vor, Zahlungen an veröffentlichte illegale Anbieter abzuwickeln. Diese Maßnahmen sollen ab 1. Jänner 2027 greifen, beschlossen ist das Gesetz noch nicht.
So ordnen wir die Liste
Wir bewerten nur, was sich nachlesen lässt. Grundlage sind die Zahlungsbedingungen, die AGB und der Lizenzhinweis im Fußbereich der Casinoseite, dazu das jeweilige Lizenzregister. Erfahrungsberichte von Spielern fließen nicht ein.
- Steht die Handyzahlung sichtbar in der Kasse, mit Mindest- und Höchstbetrag?
- Gibt es mindestens einen Auszahlungsweg auf ein Konto auf Ihren Namen?
- Sind Gebühren und Bearbeitungszeiten für Auszahlungen schriftlich genannt?
- Lässt sich die Lizenz im Register der ausstellenden Behörde finden?
- Bietet das Casino Einzahlungslimits und Selbstsperre im Spielerkonto an?
Ein Casino ohne auffindbare Lizenz kommt nicht in die Liste. Wird eine Lizenz entzogen, rutscht der Anbieter nach unten, und die Karte nennt den Grund.
Spielerschutz und Hilfe
Online-Glücksspiel ist in Österreich Personen ab 18 Jahren vorbehalten. Die Handyrechnung macht das Einzahlen leicht, weil zwischen Klick und Belastung kaum Zeit vergeht. Setzen Sie sich vorher ein Monatsbudget und nutzen Sie die Limits im Casinokonto.
Zum Vergleich: Beim konzessionierten Anbieter win2day sind Einzahlungslimits Pflicht. Bis zum Alter von 26 Jahren liegt das Höchstlimit bei 250 € pro Woche, danach beim Standardlimit zwischen 1 € und 1.680 € pro Kalendermonat. Für die eigene Planung ist das ein brauchbarer Maßstab.
Wer merkt, dass das Spielen außer Kontrolle gerät, kann zusätzlich die Drittanbietersperre beim Netzbetreiber setzen. Damit ist die Handyzahlung als Einzahlungsweg geschlossen.
| Stelle | Kontakt |
|---|---|
| Spielsuchthilfe Wien, österreichweit | (01) 544 13 57 |
| Spielerschutz-Hotline der Österreichischen Lotterien | 0800 202 304 |
| Ihr Netzbetreiber | Sperre für Drittanbieterdienste |
Beide Beratungsstellen sind kostenlos. Die Spielsuchthilfe berät auf Wunsch anonym.
Die Rechnung im Blick behalten
Bei Vertragskunden liegt zwischen Einzahlung und Abbuchung oft ein ganzer Abrechnungszeitraum. Damit die Summe am Monatsende keine Überraschung wird, helfen drei einfache Gewohnheiten.
- Heben Sie jede Bestätigungs-SMS auf, bis die Rechnung da ist.
- Vergleichen Sie die Drittanbieterpositionen auf der Rechnung mit dem Einzahlungsverlauf im Casinokonto.
- Setzen Sie im Casinokonto ein Einzahlungslimit, das unter dem Monatslimit des Netzes liegt.
Stimmt eine Position nicht, wenden Sie sich zuerst an den Netzbetreiber. Magenta verweist in seinen Bedingungen bei Fragen zu Zahlungsfunktionen auf die Service Hotline. Die Casino-Seite kann nur die eigenen Buchungen erklären, nicht die Rechnung.
Fazit
Die Handyrechnung ist ein schneller Weg für kleine Einzahlungen ohne Bankdaten. Laut DIMOCO liegt das typische Limit bei 50 € pro Zahlung und 300 € im Monat, und für Auszahlungen brauchen Sie immer eine zweite Methode. Wer in Österreich ein Casino mit Handyzahlung wählt, spielt bei einem Anbieter mit ausländischer Lizenz, denn win2day bietet diesen Weg nicht an.
Praktisch heißt das: Klären Sie vor der Registrierung den Auszahlungsweg, prüfen Sie die Lizenz im Register und setzen Sie ein eigenes Limit. Die Handyzahlung eignet sich dann für gelegentliche kleine Beträge. Für höhere Summen und für Auszahlungen sind eps oder eine Banküberweisung der passendere Weg.
Häufige Fragen
Wie viel kann ich pro Einzahlung über die Handyrechnung aufladen?
Laut DIMOCO gilt bei Carrier Billing in der Regel ein allgemeines Limit von 50 € pro Transaktion und 300 € pro Monat und Nutzer. Der Zahlungsdienstleister weist darauf hin, dass die Grenzen je Markt und Netzbetreiber abweichen. Den genauen Rahmen für Ihren Tarif nennt Ihr Netzbetreiber.
Funktioniert die Einzahlung auch mit einer Wertkarte?
Bei Magenta ja: Die Nutzungsbedingungen für Mobile Payment nennen ausdrücklich beide Wege, die Abrechnung über die Mobilfunkrechnung und die Abbuchung vom Guthaben der Wertkarte. Reicht das Guthaben nicht, kommt die Zahlung nicht zustande. Für A1 und Drei lagen uns keine lesbaren Bedingungen vor.
Wie schnell ist das Geld nach der Bestätigung im Casino?
DIMOCO gibt an, dass eine Carrier-Billing-Einzahlung auf seiner Plattform im Schnitt unter sieben Sekunden dauert. Die Gutschrift im Spielerkonto folgt meist unmittelbar danach. Erst auf der nächsten Rechnung sehen Sie den Betrag als eigene Position.
Warum lehnt mein Handy die Zahlung im Casino ab?
Häufige Gründe sind eine aktive Sperre für Drittanbieterdienste, ein Jugendtarif mit voreingestellter Sperre der Zahlungsfunktionen oder ein ausgeschöpftes Monatslimit. Bei Wertkarten fehlt manchmal schlicht Guthaben. Die Hotline Ihres Netzbetreibers kann jede dieser Ursachen prüfen.
Kann ich Gewinne auf die Handyrechnung zurückbuchen lassen?
Nein. Die Handyrechnung ist ein reiner Einzahlungsweg. Für die Auszahlung hinterlegen Sie im Casino eine andere Methode, meist eine Banküberweisung auf ein Konto auf Ihren Namen. Planen Sie diesen Weg vor der ersten Einzahlung ein.
Bietet win2day die Zahlung per Handyrechnung an?
Nein. win2day nennt als Einzahlungswege Kreditkarte, EPS, PayPal, Paysafecard, Google Pay, Apple Pay und EuroBon. Die Handyrechnung steht nicht auf dieser Liste. Online Casinos mit diesem Zahlungsweg arbeiten daher mit einer ausländischen Lizenz.
Wie sperre ich Zahlungen an Drittanbieter auf meinem Handy?
Magenta-Kunden können Drittanbieterdienste im Selfcare-Portal mein.magenta.at oder über die Service Hotline sperren lassen, S-Budget-Kunden unter mein.s-budget-mobile.at. Ohne diese Sperre haften Sie laut Bedingungen für die Abbuchungen. Bei anderen Netzbetreibern fragen Sie nach der gleichen Funktion.
Wird eine Einzahlung per Handyrechnung auf der Rechnung sichtbar?
Ja, der Betrag erscheint als Zahlung an einen Drittanbieter auf Ihrer Mobilfunkrechnung oder als Abbuchung vom Wertkartenguthaben. Wer den Vertrag mit anderen teilt, etwa in einem Familientarif, sollte das bedenken.
Brauche ich für die Handyzahlung ein Konto beim Zahlungsdienstleister?
Nein. Sie geben in der Kasse nur Ihre Handynummer ein und bestätigen die Zahlung, eine Registrierung bei DIMOCO oder einem anderen Dienstleister ist nicht nötig. Der Zahlungsdienstleister rechnet direkt mit Ihrem Netzbetreiber ab, der Betrag landet auf Ihrer Rechnung oder wird vom Guthaben abgezogen.
Quellen
- DIMOCO, Carrier Billing
- DIMOCO, iGaming & Betting
- T-Mobile Austria, Nutzungsbedingungen Mobile Payment
- ZaDiG 2018, § 3
- Glücksspielgesetz, geltende Fassung
- BMF, FAQ Glücksspielmonopol
- BMF, Konzessionäre und Ausspielbewilligte
- OGH 1 Ob 182/22d
- win2day, Einzahlung
- eps-Überweisung
- paysafecard, Gebühren und Limits
- Trustly, Hilfe-Center
- AstroPay, AGB für Privatkunden im EWR
- Österreichische Lotterien, Spielerschutz
- Spielsuchthilfe